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LIGHT UP YOUR HOME

Die Tage werden kürzer und die Nacht bzw. die dunkle Tageszeit treibt uns immer früher in unser Zuhause. Wir verbringen wieder mehr Zeit in unseren 4 Wänden. Das Thema Licht und die richtige Beleuchtung gewinnt nun wieder mehr an Bedeutung.

Licht bedeutet Leben und Wachstum. Vor allem natürliches Sonnenlicht, aber auch künstliches Licht sind notwendige Wohlfühlfaktoren für den menschlichen Körper. Mit Licht schafft man Atmosphäre und gestaltet Räume, und es wirkt sich positiv auf Seele und Körper aus. Im Laufe eines Tages und auch im Jahreszeitenverlauf verändert sich das natürliche Tageslicht ständig.

 

Die Stimmung ist stark abhängig vom Licht

Licht Stimmung min

Man weiß, dass sich die Lichtverhältnisse auf unsere Hormonproduktion, den Stoffwechsel, den Blutdruck und die Leistungsbereitschaft im menschlichen Körper auswirken. Nur bei direkter Sonneneinstrahlung auf die Haut kann der Körper selbst Vitamin D herstellen, welches unter anderem großen Einfluss auf unseren Mineralstoffhaushalt, unser Immunsystem und weitere körperliche Bereiche hat.

Der Mensch fühlt sich unterschiedlich, wenn er viel bzw. wenig Licht und Licht in verschiedenen Wellenlängen abbekommt. Licht und Dunkelheit können die Stimmung im wahrsten Sinne des Wortes aufhellen oder trüben.

Bis zu 100.000 Lux wirken im Sommer bei blauem Himmel auf den Körper. Im Winter und bei bedecktem Himmel nur um die 3.500 Lux, also ein Bruchteil dessen. Noch kleiner wird die Lichtmenge, wenn man sich in Gebäuden und in künstlichem Licht aufhält. Kein Wunder also, dass viele Menschen vom sogenannten „Winterblues“ gequält werden.

Den Wechsel von Licht und Dunkelheit, den Tag-und-Nacht-Rhythmus, trägt jeder Mensch in sich. Unter natürlichen Bedingungen sind die Rhythmen im Körper darauf abgestimmt: Im Normalfall sind wir am Tag bei Helligkeit aktiver, während der Körper in der Nacht bei Dunkelheit nach und nach auf den Regenerationsprozess umschaltet. In unserem Zuhause können wir nun künstliches Licht ganz individuell zum Einsatz bringen. Grundsätzlich verlängern wir damit unsere „natürlich aktive“ Zeit.

Licht sorgt für die entsprechende Atmosphäre in einem Raum. Doch welches Licht man wo und auf welche Weise einsetzt, kann deutlich variieren. Je nach Raum, Geschmack und Notwendigkeit gibt es die unterschiedlichsten Beleuchtungsmöglichkeiten.

 

Die ideale Beleuchtung: Das ist der Trick

Für Behaglichkeit im Raum sorgt ein ausgewogenes Verhältnis zwischen kontrastarmer und kontrastreicher Beleuchtung. Das funktioniert am besten durch eine Mischung aus drei verschiedenen Lichtquellen: Grundbeleuchtung (auch Hintergrundbeleuchtung genannt), Zonenlicht oder die Platzbeleuchtung und der Akzentbeleuchtung.

Indirektes Licht erzeugt eine weiche und unaufdringliche Beleuchtung, weil es kaum Schatten wirft und sich gleichmäßig verteilt. Allerdings ermüden die Augen bei indirektem Licht schneller als bei kontrastreicher Beleuchtung. Deshalb sollten Sie Zonen einrichten, in denen eine punktuelle Beleuchtung bzw. helles Arbeitslicht herrscht. Wenn Räume aus einer Mischung dieser drei Lichttypen erleuchtet werden, wirken sie am schönsten.

 

Die Grundbeleuchtung

Die Grundbeleuchtung in jedem Raum ist das Licht zum Rundumsehen, auch gerne „Putzlicht“ genannt. Es wird als Erstes eingeschaltet, wenn man einen Raum betritt, und liefert eine gleichmäßig verteilte Helligkeit, ohne zu blenden.

Licht Grundbeleuchtung min

Häufig basiert diese Beleuchtung auf einer zentral gelegenen Deckenleuchte. Für diese Allgemeinbeleuchtung gibt es ganz unterschiedliche Möglichkeiten, auch bei den Leuchtmitteln: Da gibt es zum einen die Halogenlampen, die aufgrund ihrer Konzeptionierung zu den sogenannten Temperaturstrahlern gehören, das bedeutet, dass das Licht durch die Erhitzung eines Glühfadens erzeugt wird. Das Licht einer Halogenlampe ist besonders klar. Sie ist als Funktionslicht in Küche und Arbeitszimmer gut eingesetzt. Die sogenannte Energiesparlampen haben den Vorteil, dass sie, wie der Name schon sagt, einen geringen Energieverbrauch aufweisen. Der Nachteil eines solchen Leuchtmittels ist das darin verarbeitete Quecksilber, das bei einem unbeabsichtigten Bruch austreten kann. Bitte deshalb diese Lampen stets im Sondermüll entsorgen! Im Augenblick sind die LED-Lampen das energieeffizienteste Leuchtmittel, das auf dem Markt zu finden ist. Sie entwickeln kaum Wärme und sind zudem besonders energiesparend und langlebig. Leider sind sie auch deutlich teurer als die anderen Leuchtmittel. Aber die Preise werden vermutlich im Laufe der Zeit sinken.

Jeder Raum sollte also eine Grundbeleuchtung haben, um den kompletten Raum sichtbar zu machen. Bei einer „dosierten“ Modernisierung, bei der Sie nicht gleich alle Stromleitungen neu unter Putz verlegen lassen möchten, eignen sich Seil- und Schienensysteme bestens, um nachträglich mehr Licht an die gewünschten Stellen zu bringen. Unabhängig von der Positionierung des Stromanschlusses bietet ein Schienensystem größtmögliche Flexibilität, das Licht dorthin zu bringen, wo es benötigt wird. Gerade in verwinkelten Räumlichkeiten ist diese Beleuchtung ideal. Ob als Grundbeleuchtung über einem Tisch oder als Spots für Bilder und Designobjekte oder zur Ausleuchtung bestimmter architektonischer Merkmale – ein solches System macht vieles möglich.

 

Das Zonenlicht oder die Platzbeleuchtung

Das Zonenlicht oder die Platzbeleuchtung erhellt einzelne Bereich in den jeweiligen Räumen. Es handelt sich hier um die abgestimmte Zusatzbeleuchtung für eine jeweilige spezifische Sehaufgabe. Je schwieriger die Sehaufgabe, umso höher sollte die Beleuchtungsstärke und die Helligkeit sein.

Eine zielgenaue Beleuchtung sorgt für Licht an den Orten, an denen wir uns konzentrieren – beispielsweise beim Lesen auf dem Sofa oder beim Arbeiten in der Küche.

Das richtige Licht schützt Sie und Ihre Augen vor zu schneller Ermüdung. Überlegen Sie sich, wie viel Licht Sie für welchen Bereich bzw. für welche Arbeit benötigen. Das können Bereiche sein wie z.B. im Esszimmer die Pendelleuchte über dem Tisch, in der Küche die Arbeitsfläche mit Spots, im Büro der Schreibtisch mit einer Schreibtischlampe oder im Wohnzimmer die Leseecke mit der Stehlampe. Auch Wandlampen eignen sich gut für eine Platzbeleuchtung.

Licht Zonenbeleuchtung min

Hier ein kleiner Überblick über die unterschiedlichen Arten von Lampen und Beleuchtungsmöglichkeiten:

  • Hänge- oder Pendelleuchten erzeugen ein gleichmäßiges Licht von oben. Immer perfekt einsetzbar mit einem Dimmer.
  • Wandleuchten eignen sich als dezentes Hintergrundlicht. Besonders schön, wenn sie symmetrisch angeordnet sind.
  • Deckenfluter heben die Zimmerdecke optisch an. Sie wirken äußerst effektvoll. Meist sind sie auch mit einem Dimmer ausgerüstet.
  • Einbaustrahler sind meistens in der Decke eingelassen, in der Küche auch unter den Oberschränken und im Bad oft in ein Ensemble mit einem Spiegel integriert. Sie sind die ideale Lichtquelle, um den Bodenraum, die Arbeitsfläche oder die „Schönmachzone“ vor dem Spiegel zu beleuchten. Aber auch in den Fußboden eingelassen, im Innen- oder auch im Außenbereich, sind sie eine stilvolle Lichtquelle.
  • Steh- und Tischleuchten bieten eine besonders schöne Gestaltungsmöglichkeit für behagliches und entspannendes Licht, ob als Nachttischlampe oder dekorative Stehlampe im Eingangsbereich. Mit einer schaltbaren Steckdose ein besonders schöner und komfortabler Lichtgeber.

Licht aus, Spot an – die Akzentbeleuchtung

Diese Art von Beleuchtung ist äußerst dekorativ und setzt spannende Akzente. Es ist die spezielle Ausrichtung von Leuchtmitteln auf einzelne Raumzonen oder Gegenstände. Eine punktuelle Beleuchtung sorgt für Abwechslung: Sie betont Architektur oder Möbel, kaschiert, belebt oder dämpft. Dosiert eingesetztes Akzentlicht lenkt den Blick auf besondere Details oder Sammlerstücke. Dieses Stimmungslicht verspricht Highlights und perfekte Inszenierung. Indirektes oder gedimmtes Licht wird meistens als angenehm und entspannend empfunden, ausschließlich indirektes Licht würde aber einen diffusen Raumeindruck erzeugen. Eine besondere Raumatmosphäre lässt sich deshalb durch die Kombination von direktem und indirektem Licht erzeugen.

Individuell positionierte Stehlampen geben dem Wohnraum Atmosphäre, Strahler und Spots setzen Akzente. Größere Wandbereiche oder auch Wände ohne Möbelstücke können äußerst ansprechend inszeniert werden, wenn Sie hier mit sogenannten Downlights arbeiten. An der Decke in Reih und Glied installiert bilden diese Lichter einen besonderen Blickfang. Zur dekorativen Akzentbeleuchtung zählen auch Bilderleuchten, beleuchtete Vitrinen, Regale oder eine Pflanzenbeleuchtung im Innen- wie im Außenbereich.

 

Die Lichtfarbe

Licht Farbe min

Grundsätzlich sollte die Beleuchtung natürlich, nützlich und schön sein, sozusagen eine gekonnte Inszenierung in unterschiedlichen Schattierungen. Um das effizient und optisch ansprechend zu erreichen, sollte man das reizvolle Zusammenspiel mit den verschiedenen Lichtfarben von Warmweiß (2700 bis 3300 Kelvin) über Neutralweiß (3300 bis 3500 Kelvin) bis hin zum Tageslichtweiß (ab 3500 Kelvin) gekonnt nutzen. Bei einer professionellen Lichtplanung wird dieses „Lichtfarbenspiel“ bewusst in das Konzept miteingearbeitet.

Warmweiße Lampen mit ihrer beruhigenden Wirkung werden für eine heimelige und gemütliche Wohlfühlatmosphäre eingesetzt, denn das Warmweiß entspricht dem Licht des natürlichen Sonnenuntergangs und ist damit genau das Richtige für entspannende Abendstunden. Es wird als warm und wohnlich empfunden und soll sogar die Bildung des Schlafhormons Melatonin fördern.

Das kühle Licht mit einem höheren Blauanteil kann unterstützend in Räumen, in denen Konzentration und Sachlichkeit angestrebt wird, eingesetzt werden. Neutralweiß eignet sich sehr gut für den Badezimmer- und Küchenbereich. Es schafft sozusagen eine sichtbare sachliche Beleuchtung. Tageslichtweiß ähnelt dem natürlichen Licht zur Mittagszeit und ist konzentrations- und motivationsfördernd, also bestens geeignet für unterschiedliche Bereiche, wo gearbeitet wird.

Und wenn Sie hier und da zusätzlich ein paar Dimmer einbauen lassen, haben Sie die Möglichkeit, vom hellen Putzlicht bis zum gedämpften Stimmungslicht alles ganz nach Ihrem jeweiligen Anspruch zu regeln.

 

Das sollten Sie wissen

Energieeffizienzklasse:

Seit 2013 gibt es das Energielabel für Leuchtmittel und Lampen. Darin finden Sie eine Unterteilung in Energieeffizienzklassen von A++ (sehr sparsam) bis E (nicht so sparsam).

LEDs:

Light Emitting Diodes sind moderne Leuchtioden, die als effizient und umweltfreundlich gelten.

Lumen:

Lumen ist die Maßeinheit des Lichtstroms und bezieht sich auf die gesamt Lichtmenge einer Lichtquelle. Lumen beschreibt die Helligkeit des Leuchtmittels. Die einfache Faustregel zur Umrechnung von Watt auf Lumen: Es wird einfach die herkömmliche Wattzahl mit 10 multipliziert = Lumenwert.

Lux:

Lux ist die Maßeinheit der gemessenen Lichtausbeute einer Lichtquelle. Hinzu kommt die Reflexion von Licht durch Flächen. Helle und glänzende Oberflächen reflektieren mehr Licht als dunkle Flächen, sodass das Beleuchtungsniveau eines Raumes steigt.

Erst nach der Entscheidung für die Lichtart, die Lichtfarbe und die gewünschte Helligkeit sollten Sie Ihr Augenmerk auf das Design der Lampen legen.

 

Die richtige Reihenfolge der Lichtplanung

Auf den Punkt gebracht, lautet die sinnvolle Reihenfolge für die Lichtplanung: „Licht – Lampe – Leuchte“.

Zuerst sollte man den Fokus auf die richtige Art von Licht für den jeweiligen Raum legen. Das richtige Lichtkonzept für Wohnung, Keller, Speicher, Garage und Garten ist immer abgestimmt auf die unterschiedlichen Aufgaben in den jeweiligen Räumlichkeiten. Die Grundbeleuchtung ist natürlich für jeden Raum wichtig. Im besten Fall werden immer alle drei Arten von Licht berücksichtigt, also die Grundbeleuchtung, das Zonenlicht und die Akzentbeleuchtung.

 

Der Lampenkauf

 

Mit diesen Tipps machen Sie alles richtig:

  • Achten Sie bei der Lampenauswahl auf den Lichtkegel!

Schauen Sie sich neben dem passenden Design auch an, welcher Bereich ausgeleuchtet wird. Tischleuchten erzeugen einen Lichtkegel, der nur diesen Bereich erhellt, während Kugellampen in alle Richtungen abstrahlen. Es gibt Lampen, bei denen die Leuchtmittel nicht verändert werden können, beispielsweise bei LED-Lampen. Bei vielen anderen Modellen ist es auch im Nachhinein noch möglich die Lichtfarbe und Intensität zu wechseln….nicht aber, wohin sie leuchtet!

  • Stellen Sie sich vor dem Lampenkauf die Frage wo Sie das Licht brauchen und stellen Sie bei der Lampenauswahl fest, wohin die Lampe leuchtet.
  • Lampenschirme aus Metall oder festem, dunklen Stoff erzeugen einen klar definierten Lichtkegel (meist nach unten, etwas erweitert).
  • Besteht der Lampenschirm aus durchsichtigerem Stoff oder hellem Glas, leuchtet sie in alle Richtungen.
  • Hängelampen eignen sich nicht für die Raumbeleuchtung!

Vor allem über dem Esstisch werden Hängelampen gerne eingesetzt. Aber gerade dort sind sie nicht geeignet, wenn sie zu tief herunterhängen. Sie beleuchten dann nur die Tischplatte darunter, nicht aber die Menschen die am Tisch sitzen-diese bleiben im Dunkeln.

  • Achten Sie beim Lampenkauf auf die Schattenwirkung!

Um den Raum optimal auszuleuchten, hilft eine Deckenbeleuchtung, die in alle Richtungen abstrahlt. Viele Menschen wohnen in Neubauten mit einer Deckenhöhe von ca. 2,50m. Wenn die Lampen oder Spots nur nach unten leuchten, wird die Decke nicht angestrahlt und bleibt dunkel. So fällt sie optisch herunter, was nicht erwünscht ist.

Bei Altbauten wiederum mit den hohen Decken sind Hänge- oder Pendelleuchten gut geeignet, die Decke optisch herunterzuholen und so die Raumwirkung zu verändern.

Es gibt viele Leuchten, deren Design sehr verspielt ist und die wilde Schattenmuster an die Wände werfen. Das macht den ganzen Raum unruhig und auch die Menschen, die sich darin aufhalten. Überprüfen Sie sehr genau, ob Sie das wirklich wollen.

 

Licht ist Leben – das Thema Beleuchtung und Lampen kann eine Herausforderung sein, aber ich hoffe Ihnen mit diesen Tipps ein wenig Sicherheit und „Erleuchtung“ gegeben zu haben.

Fotoquelle: Pixabay

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Marina Perrotta
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