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SO BEEINFLUSSEN BILDER DEIN ZUHAUSE

Ein Zuhause ohne Bilder und Fotos können sich die meisten von uns wahrscheinlich gar nicht vorstellen. In erster Linie wollen wir mit Bildern unser Zuhause verschönern und gemütlicher machen. Die Wirkung von Bildmotiven und die Bedeutung der Anordnung von Bildern im Raum wird aber vielfach unterschätzt. Obwohl die Interpretation eines Bildes stets vom Betrachter selbst und seinen persönlichen Assoziationen abhängt, kann die Wahl von Motiv, Farbe, Form und Anordnung der Elemente demnach die Emotionen, die das Bild beim Betrachter auslöst, enorm beeinflussen.

 

Wie wirken Bilder auf uns?

Die visuelle Kommunikation ist unser wichtigster Informationskanal. In etwa 80% aller Informationen nehmen wir über die Augen wahr. Bilder spielen hierbei eine ganz besondere Rolle. Sie wecken Emotionen und Wünsche in uns. Sie können faszinieren, begeistern, beeindrucken oder aber auch schockieren. Diese Emotionen werden vornehmlich von Reizen hervorgerufen, die die rechte Gehirnhälfte ansprechen. Hierzu gehören die nichtsprachlichen Reize, wie zum Beispiel Bilder. Unser Gehirn empfindet Bilder als sehr glaubwürdig, da sie die Wirklichkeit abbilden, bzw. abzubilden scheinen.

Wenn wir ein Bild sehen, erhalten wir einen ersten Eindruck auf rein emotionaler Ebene. Erst dann folgt das erste Verständnis, da wir das Bild mit inneren, visuellen Schemata vergleichen die in unserem Gedächtnis gespeichert sind. Die gedankliche Verarbeitung und Wahrnehmung wird dabei durch das innere Schemabild sowie die Bewertung des Bildes beeinflusst. Das ist auch der Grund dafür, warum Bilder so unterschiedlich wahrgenommen werden und dem Einen gefallen, dem Anderen wiederum nicht.

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Was lässt ein Bild nun harmonisch auf den Betrachter wirken?

Bei Bildern gibt es einige Faktoren welche die Emotionen des Betrachters bestimmen.

  1. Die Harmonie von Größenverhältnissen ist hierfür vor allem von Bedeutung.

 Die wohl bekannteste Beschreibung eines harmonischen Größenverhältnisses ist der „Goldene Schnitt“, Dieses Größenverhältnis ist uns von vielen in der Natur vorkommenden Gegenständen bekannt. Zum Beispiel dem Tannenzapfen oder der Artischocke. Einfacher gesagt, um harmonisch zu wirken sollte der größere Teil einer Figur ca. 1,618-mal größer sein als der kleinere Teil.

  1. Die Wahl des eigentlichen Motivs

Neben harmonischen Größenverhältnissen ist auch die Wahl des eigentlichen Motivs von besonderer Wichtigkeit, denn Motive wecken unterschiedliche Emotionen und Assoziationen beim Betrachter. So vermittelt das Bild einer glücklichen Familie Sicherheit, eine schöne Landschaft kann Fernweh auslösen oder der Anblick einer kleinen Babykatze weckt den Beschützerinstinkt.

  1. Die Anordnung von verschiedenen Elementen

Sind die Elemente eines Bildes mittig platziert, wirkt das Bild eher ruhig. Spannung entsteht, wenn die Elemente weder mittig noch symmetrisch angeordnet sind. Eine Platzierung im oberen Teil der Fläche vermittelt Leichtigkeit, während eine Platzierung im unteren Teil der Fläche Schwere hervorruft.

  1. Die Wahl der Farben

Bezogen auf die Farbe des Bildes wirken dunkle Elemente eher schwer, während helle Elemente Leichtigkeit ausstrahlen. Zudem unterscheidet man warme und kalte Farben. Bläuliche Farbtöne wirken kalt, rötliche und gelbliche Töne eher warm.

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Wie finde ich das passende Bild für mich?

Das passende Bild ist gar nicht so einfach zu finden, da die Wirkung von vielen verschiedenen Faktoren abhängig ist welche entscheiden, ob sich das Bild gut ins Ambiente einfügt oder nicht. Meistens verbinden wir mit Bildern eine bestimmte Situation, ein bestimmtes Gefühl, einen Moment oder Erfahrung die schon lange zurück liegt.  Irgendwann „verblasst“ dieser Bezug nach und nach und wir nehmen ihn nur noch bei einem direkten – oder vielleicht flüchtigen Blickkontakt wahr. In diesem Moment erreicht die Botschaft wieder unser Unterbewusstsein und löst (hoffentlich) eine positive Emotion in uns aus. Ebenso verhält es sich aber auch mit negativen Assoziationen. Ein Bild was Sie in einer schwierigen Phase aufgehängt haben, zB. nach einer Scheidung, einer Krankheit oder Kündigung, hat Sie vielleicht in dieser schwierigen Zeit etwas positiver gestimmt, aber es wird Sie immer unterbewusst an diese Phase erinnern und so negative Energie im Raum verbreiten. Gefühle wie Wut, Trauer, Angst, erreichen Sie wieder und drücken-wenn auch unterbewusst- aufs Gemüt.

Das wichtigste bei der Bildauswahl ist, dass das Motiv ein positives Gefühl in Ihnen aufleben lässt. Es soll Ihnen Kraft geben, die Stimmung heben, Ihr Herz berühren, die Seele streicheln und das Auge verzücken.

Möglicherweise gefällt Ihnen zwar ein bestimmtes Bild, aber es passt nicht unbedingt zu Ihrem Einrichtungsstil?

Macht garnichts – seien Sie mutig und stehen Sie zu Ihnen und Ihren Vorlieben! Der aktuellste Wohntrend heisst nämlich Stilmix – die Kombination einzelner Stilelemente ganz nach persönlichen Vorlieben. Und wie heisst es doch: „schön ist, was dir gefällt!“

 

Bilder und Feng Shui

Feng Shui ist eine uralte Harmonielehre die sich im Kern damit beschäftigt, wie es uns Menschen gelingen kann, in Harmonie mit unserer Umgebung zu leben. Dabei spielen nicht nur Farben, Formen, Materialien, Himmelsrichtungen und Pflanzen eine wichtige Rolle, sondern auch Bilder. Um Sie besonders harmonisch ins Zuhause zu integrieren, gibt es ein paar Dinge die beachtet werden sollten.

  • Platzieren Sie die Bilder an Stellen zu denen Sie oft Blickkontakt aufnehmen. Je häufiger Sie die Bilder die in Ihnen positive Assoziationen wecken sehen-auch wenn es nur ein kurzer Blickkontakt ist, umso intensiver verspüren Sie die Kraft des Bildes.
  • Bilder die aus mehreren Segmenten zusammengesetzt sind sollten vermieden werden, da so die positive Energie unterbrochen wird und auf uns Menschen weniger harmonisch wirkt.
  • Bilder mit freistehenden Motiven, wie zB. einem Baum oder einem Gebäude vermitteln Einsamkeit und somit negative Energie.
  • Naturbilder wirken auf die meisten von uns sehr ansprechend und heilend. Sie erinnern uns an unsere Urkraft und unsere Wurzeln. Die Motive können belebend oder erdend wirken indem sie uns wieder auf den Boden holen. Vorsicht ist aber geboten bei Naturbildern die den Winter, Herbst oder Regen widerspiegeln. Sie können Kälte und Melancholie in Ihr zuhause bringen. Bevorzugen Sie Bilder mit Sonne oder beispielsweise Frühlingserwachen. Vitalität und Wärme wird sich so in Ihren Räumen breit machen.
  • Viele von uns hängen Originalgemälde von Künstlern zuhause auf. Oft werden teure Gemälde als Prestigesymbol gesehen. Die Bilder haben zwar ganz besonderen Charme, allerdings weiß man in der Regel nicht mit welcher Energie der Künstler sein Werk gemalt hat. Möglicherweise enthält das Bild negative Gefühle oder Gedanken da der Künstler so zB. einen schlimmen Schicksalsschlag verarbeitet hat. Diese Gefühle übertragen sich auch auf den Raum. Hier ist es immer ratsam den Künstler zu kennen.
  • Schwer zu verstehende – abstrakte Bilder mit harten Formen und vielen bunten Farben können eine unruhige und destruktive Wirkung vermitteln. Leichtigkeit ist eine sehr zentrale Grundlage im Feng Shui. Daher sind dezente, ruhige Bilder besser fürs Büro oder das Zuhause geeignet.
  • Bilder von Verstorbenen sollte man mit Bedacht aufhängen. Auch wenn Sie sehr schöne Erinnerungen an Familienangehörige oder Freunde haben, so können diese Bilder „Vergänglichkeit“ vermitteln und so negative Energien in den Raum tragen und uns niedergeschlagen oder traurig machen.
  • Harmonische Familienfotos, ein Portrait der Kinder oder ein schönes Partnerschaftsbild wirken sehr Energiehebend. Ein kurzer Blick ist Balsam für die Seele. Im Baguabereich „Familie und Gesundheit“ kommt ihre Wirkung voll zur Geltung.

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Wo sind nun die optimalen Plätze für Bilder?

Ein Bild sollte, wie bereits erwähnt, eine positive Wirkung auf Sie ausüben. Um sich immer wieder daran erfreuen zu können, sollten Bilder an Stellen platziert werden, zu denen wir immer wieder schauen. Bilder mit positiver Symbolik helfen dabei, für inneren Frieden, Freude und Harmonie zu sorgen und je häufiger wir diese wahrnehmen – egal, ob bewusst oder unbewusst – umso deutlicher ist die Wirkung!

  • Wohin fällt am Morgen Ihr erster Blick und am Abend Ihr letzter? Meistens an die Stelle gegenüber vom Bett. Hier wäre ein wunderbarer Platz für ein Bild welches Sie positiv für den Tag motiviert und Abends ruhig und entspannt einschlafen lässt. Bilder mit Landschaften sind hierfür besonders gut geeignet.
  • Wohin schauen Sie wenn Sie am Esstisch oder auf der Couch sitzen? Plätze an denen Sie regelmäßig Zeit verbringen sind ideale Plätze um hier ein Bild zu positionieren auf das häufig Ihr Blick fällt.
  • Mit welcher Stimmung wollen Sie Ihr Haus oder Ihre Wohnung verlassen? Wohin fällt Ihr Blick bevor Sie die Haustüre öffnen? Was wollen Sie sehen wenn Sie Ihr Zuhause betreten? Bilder woran Sie sich regelmäßig erfreuen und Ihr Herz zum Lachen bringen, eignen sich besonders für solch präsente Stellen in Ihrem Zuhause.
  • Die Kochbegeisterten unter uns verbringen sehr viel Zeit in der Küche. Welches Bild würden Sie hier am liebsten betrachten? Familienbilder von gemeinsamen Festen, Festessen oder Grillpartys steigern hier die Lust und Freude am Kochen und stärken den Familiensinn.
  • Je mehr Zeit Sie im Büro oder Arbeitszimmer verbringen, umso wichtiger ist es den Raum mit positiver Energie zu stärken. Ein Bild gegenüber des Schreibtisches welches das Energielevel erhöht, die Konzentrationsfähigkeit und Leistungsbereitschaft stärkt und die Kreativität fördert ist hier gut angebracht.
  • Wollen Sie das eigene Selbstbild stärken? So sind schöne Bilder oder Portraits von Ihnen selbst eine gute Möglichkeit ein bestimmtes, sich gesetztes Ziel zu erreichen und die eigene Energie zu erhöhen.
  • Ein gemeinsames Foto von Ihnen und Ihrem Partner aufzustellen hilft ein harmonisches Verhältnis zwischen Ihnen aufrechtzuerhalten. Im Baguabereich Partnerschaft platziert, kann es hier seine volle Kraft entfalten.

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Die richtige Anordnung von Bildern

Ebenso vielfältig wie die Auswahl an Motiven sind die Möglichkeiten, die Bilder an der Wand anzuordnen. Hier ein paar beliebte Beispiele:

  • Als Einzelbild: Ein einziges Bild, das hervorgehoben werden soll, bekommt einen prominenten Platz an der Wand. Perfekt sieht es aus, wenn der Bildmittelpunkt genau auf Augenhöhe des Betrachters liegt.
  • Bilder auf gleicher Höhe: Das ist die klassische Art der Aufhängung, wobei vor allem Bilder gleicher Größe nebeneinander platziert werden. Werden mehrere unterschiedlich große Bilder auf derselben Höhe aufgehängt, dann am besten durch die Kantenhängung, d.h. alle Bilder befinden sich entweder an der oberen oder an der unteren Kante auf gleicher Höhe. Sie können sich auch nach der imaginären Mittellinie der Bilder richten.
  • „Petersburger Hängung“: Diese Methode verdankt ihren Namen den üppig behängten Wänden der Sankt Petersburger Eremitage. Hierbei werden die Bilder als eine Gruppe dicht beieinander in einer Art „geordneten Chaos“ aufgehängt.
  • Bilder unterschiedlicher Größen lassen sich auch so gruppieren, dass ihre Rahmenkanten zusammen die Form eines Quadrats oder eines Rechtecks bilden. Klare Konturen sorgen dafür, dass die Gruppe nach außen hin geschlossen und so besonders harmonisch aussehen.

 

Egal wo in Ihrem Zuhause Sie Ihre Bilder aufhängen, sie sollen Ihre Lebenslust visualisieren und Sie erfreuen. Je häufiger Ihr Blick darauf fällt, umso besser. Mit den richtigen Motiven wird sich die Freude, Harmonie und Sicherheit in Ihren 4 Wänden sehr schnell und sehr deutlich erhöhen!

Fotoquelle: pixabay

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Marina Perrotta
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